Bericht: Veronika Reich (Grünwald Jesters)
Mit großen Erwartungen ging es am 05.06 schon um 6.30 Uhr los nach Karlsruhe. Zum Glück hatten wir eine entspannte Fahrt und kamen, ohne Stau und Verzögerungen, sogar noch vor unseren Gegnerinnen am Spielfeld an. Nachdem die Feldqualität gecheckt war, entschieden wir uns dafür, die langen Hosen mit den weißen Oberteilen zu kombinieren, um „Slidingwunden“ vorzubeugen.
Das erste Spiel begann pünktlich um 13.00 Uhr – leider mit drei Outs gegen uns. Außerdem mussten wir auf Grund eines Basehits und eines Errors schon im ersten Inning den ersten Punkt hinnehmen.
Doch schon im zweiten Inning glichen wir den Punktestand erst aus und überholten dann die Karlsruher Mädels sogar zu einem 1:3, durch einen Triple von Veronika Reich und Fehler im Feld der Cougars, die durch geschicktes Baserunning auf unserer Seite ausgenutzt wurden. Als die Karlsruher anschließen „at Bat“ gingen, haperte es bei uns leider stark am Pitchen. Angelina Neumeier, unsere Starting- und Nachwuchspitcherin, wurde gegen Jessica Hinrainer ausgewechselt, die nun trotz ihrer Verletzung und einigen Wochen Pause auf den Mound geschickt wurde. Nachdem sie sich wieder in ihre Rolle eingefunden hatte, war es uns endlich möglich die drei Outs zu machen und aus diesem unsäglichen Inning zu kommen. Leider stand es inzwischen schon 9:3 für die Ba-Wüler.
Wir schafften es nicht im dritten Inning die Punkte wieder reinzuholen und schon nach drei Schlagfrauen wurden wir zurück ins Feld geschickt, wo wir durch zwei Hits und ein Double sowie zwei weitere Walks wieder 4 Runs zulassen mussten. Zu erwähnen bleibt aber der schöne Versuch unserer Catcherin Chrissi Groß ein Forceplay auf Home durchzuführen, das leider zu einem Save für Karlsruhe wurde.
Nachdem im vierten Inning nur Stephanie Bremora dank ihres Triples scoren konnte, griff die Ten-Run-Rule und das Spiel wurde vorzeitig, mit einem Spielstand von 14:4, abgebrochen.
In der Pause brütete Coach Elke über der neuen Aufstellung für das zweite Spiel und wir versorgeten unsere Zuschauer mit einer Kleinigkeit zu Essen. Leider gab es für diese keine Möglichkeit sich am Feld eine Verpflegung zu kaufen. Die Busfahrer und extra Mitgereisten Fans hätten sich über eine Stärkung und etwas zu Trinken sicherlich sehr gefreut.
Punkt 15.00 Uhr begann das zweite und deutlich spannendere Spiel.Für Grünwald stand nun die Amerikanerin Monica Alnes im Circle und bei Karlsruhe begann Steffi Küpers zu pitchen. Die schon wesentlich ältere Pitcherin konnte allerdings nicht mehr Erfahrung und Können aufweisen, als unsere erst 23 Jahre junge Ami.
Bis zum Ende des dritten Innings stand es nach einigen fraglichen Umpire Entscheidungen an First immer noch 0:0, aber nicht nur durch die Leistung der beiden Pitcher, sondern auch durch gekonntes Feldspiel und einen wunderschönen, spektakulären Fang von Nadja Wojak, die als gelernte Centerfielderin ihren sicheren Handschuh diesmal auf second Base zeigen konnte und im Rückwärtslaufen einen Ball aus der Luft erwischte, der ansonsten einen Punkt nach Hause gebracht hätte.
Mit dem nun hohen Adrenalinspiegel schafften wir im darauffolgenden, vierten Inning, den ersten Punkt, als Monica Alnes durch einen Schlag von Angelina Neumeier das Homeplate erreichte. Die Courgars wurden mit drei schnellen Aus sofort wieder zurück ins Dugout geschickt. Im fünften Inning passierte weiter nichts, nur drei Outs bei beiden Mannschaften.
Bekannt dafür, in den letzten Minuten eines Spiels besonders gut zu sein, erreichten wie zwei weitere Punkte durch schöne Bashits und ein Intentional Base on Balls, wohingegen die Courgas schon wieder mit drei Aus und ohne einen Punkt das Feld verlassen mussten.
Auch im letzten Inning ging uns nicht die Puste aus und wieder erreichten drei Läuferinnen sicher das Homeplate, durch zwei Doubles von Chrissi Groß und Monica Alnes und einen weiteren Basehit von Erin Floros. Zwar schafften auch die Karlsruher Mädels noch einen „Ehrenpunkt“, aber das war's dann auch uns es hieß „Ball Game“ mit einem Spielstand von 1:6 für uns Grünwalder.
Nach den zwei Spielen verloren wir leider einige Zeit, bis wir bei den Duschen angekommen waren und waren so erst sehr spät in der Nacht wieder in München, doch wenigsten brachten wir einen weiteren Sieg in dieser ersten Bundesligasaison mit nach Hause.
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